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  Newsletter Ausage Nr 6 - August 2011  
 

Inhalt

PHYSIOTHERAPIE      LRS-Therapie: Jeder Fall ist individuell

LOGOPÄDIE      LRS: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

ERGOTHERAPIE      Mit dem ganzen Körper raus aus der LRS

FRAGE DES MONATS      Was bedeutet Händigkeit?

VERANSTALTUNGSTIPP     „Systemische Aufstellungsarbeit“

 
     

 

 
 

 
 

 

LRS: Es lohnt sich, Schiefstände auszugleichen.

 

   Aus der Physiotherapie-Praxis

LRS-Therapie: Jeder Fall ist individuell

LRS: Es lohnt sich, Schiefstände auszugleichen.

Lernen baut auf der Körperstruktur auf

Bei Kindern mit LRS schaut Celina Wonneberger auf die Längs- und Quer-Dimensionen ihrer Patienten: „Schiefstände und verklebtes Bindegewebe belasten den Energiehaushalt“, erklärt die leitende Physiotherapeutin, „da kann Schule zur Überforderung werden.“ Eine individuell abgestimmte Methodenvielfalt ist ihr Erfolgsrezept: Ob klassische Physiotherapie oder Craniosakral-Therapie, unterstützende Maßnahmen zur KISS- und Vojta-Therapie, Kinesiologie oder systemische Familienaufstellung. (ISA)

 

 
 
 
 

Ein korrigierter
Schiefstand kann
Krakelschrift klären.

 
 
 

 

Winning Team: Der Patient integriert die Impulse des Therapeuten.

Was hat eine Beinlängendifferenz mit LRS zu tun? „Sehr viel“, berichtet die leitende Physiotherapeutin Celina Wonneberger, „Schiefstände können dazu führen, dass Kinder so sehr mit der Kompensation auf der Ebene der Körperstruktur beschäftigt sind, dass weitere Anforderungen wie die Schule mit den vielen Lerninhalten und Regeln sie überfordern.“

Ein Kieferschiefstand kann sich auf das zentrale Nervensystem und die Tonusregulierung auswirken. Dies kann nach Celina Wonnebergers Erfahrung zu einem unklaren Schriftbild führen: „Ist der Patient zum Beispiel im Schultergürtel aufgrund eines zu niedrigen Tonus nicht aufgerichtet oder kompensiert er mit einem sehr hohen Tonus, ist oft die differenzierte Nutzung der Hände erschwert.“

Bei Kindern mit einem KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung) können neben dem Risiko, Migräne oder Rückenschmerzen zu bekommen, auch Probleme beim Lesen und Schreiben entstehen.

Die Schiefstände gleicht Celina Wonneberger von unten aufwärts nach oben aus. Wichtig ist ihr, die selbstregulierenden Kräfte ihrer Patienten anzuregen. Deshalb kombiniert sie auch KISS- oder Vojta-Therapien mit Alltagsaktivitäten: „Zum Beispiel beim Anziehen der Schuhe im Sitzen findet der Patient mit jeder neuen Stufe der Tonusreduktion in die jeweils neue Gleichgewichtssituation hinein.“

Mit alternativen Methoden wie der Craniosakral-Therapie unterstützt die Physiotherapeutin das verschobene System des Patienten dabei, in den Ausgleich zu kommen: „Dadurch kann sich der Tonus entspannen und der Patient findet selbst in seine koordinierte Beweglichkeit.“

Kinesiologische Übungen setzt Celina Wonneberger ein, „um die Mitte zu halten und ein sinnvolles Miteinander der beiden Körperhälften zu finden“.

Auch der Blick über den Tellerrand zählt zur Methodenvielfalt. Nach Erfahrung der Ganzheitlichen Lebensberaterin können ein systemisches Familienstellen und klärende Gespräche mit Supervision den Therapieerfolg wirkungsvoll unterstützen: „Meiner Erfahrung nach kann man durch die Klärung der Körperstrukturen, zu denen auch das Bindegewebe gehört, und eventueller Spannungen im zwischenmenschlichen Bereich dem Kind die größtmögliche Entwicklungschance geben. Es macht Sinn, diesen Veränderungsprozess behutsam und liebevoll zu begleiten.“ (ISA)

 
     
 

 Tipps für Eltern von Kindern mit LRS:

  • Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es genügend Zeit hat, sich zu entwickeln.
  • Suchen Sie sich fachliche Unterstützung, zum Beispiel beim Kinderarzt.
  • Denken Sie interdiszipliniär und systemisch: Gerne beraten wir Sie im Gesundheitszentrum mit unserem Pool an Experten aus den Bereichen Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Ganzheitliche Lebensberatung.
 
   

 

 

 

 
 
 
 

Der 1. Schultag: Ein wichtiger Schritt im Leben.

   Aus der Logopädie-Praxis

LRS: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Der 1. Schultag: Ein wichtiger Schritt im Leben.

Logopädie kann die Schulreife fördern

Auto oder Aotu? Und was bedeutet eigentlich `bevor´? Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche können oft Laute nicht genau unterscheiden und haben einen zu geringen Wortschatz. Der Schriftspracherwerb vollzieht sich in komplexen Entwicklungsstufen. Schon im Vorschulalter können Logopäden feststellen, ob Unterstützungsbedarf besteht. Je früher die Therapie beginnt, desto eher bleiben Folgeprobleme wie Schulunlust und sekundäre Entwicklungsverzögerungen aus. (ISA)

 

 
 
 
 

Lautunterscheidung: Die Ohren lesen und schreiben mit.

Das Risiko einer Lese-Rechtschreib-Schwäche kann schon im Kindergartenalter erkannt werden. Marion Morfis, Leiterin des Bereichs Logopädie, überprüft mit ihrem Team im normierten BISC-Test Aufmerksamkeit, lautssprachliche Bewusstheit und Symbolverständnis von Vorschulkindern.

„Jeder Leser und Schreiber spricht innerlich mit“, erklärt die Spezialistin für auditive Verarbeitungsprobleme, „Kinder, die zum Beispiel ein o und u nicht unterscheiden, können das Wort `Auto´ vielleicht lesen, da sie ein gutes visuelles Gedächtnis haben, doch sie können es oft nicht schreiben.“ Nach einem komplexen Stufenmodell begleitet die vom Jugendamt anerkannte LRS-Therapeutin die kleinen Patienten von der vorschriftlichen Ebene bis zur automatisierten Rechtschreibung.

Die Wortschatztherapie ist ein weiterer Baustein für leichtes Lesen und Schreiben: „Kinder, die ein Funktionswort wie die Zeitbestimmung `bevor´ nicht verstehen, können dieses Wort auf Lautstrukturebene lesen, doch sie erkennen die Textbedeutung nicht", stellt Marion Morfis fest. Bei einem Wortschatzdefizit haben Kinder oft Probleme damit, ihre Erlebnisse anderen verständlich mitzuteilen.

Fällt einem Schulkind bei normaler Intelligenz Lesen und Schreiben schwer, kann die Frustration darüber zu weiteren Entwicklungsverzögerungen führen. Wichtig ist Marion Morfis die Kommunikation mit den Eltern, die häufig zu Therapiebeginn mit ihrem Latein am Ende sind: „Es gibt Chancen, die Blockade aufzulösen. Eltern können ihr Kind dabei unterstützen.“ (ISA)

 
   

 

 

 

 

 

M oder W? Ein gutes Raumgefühl fördert die Orientierung.

   Aus der Ergotherapie-Praxis

Mit dem ganzen Körper raus aus der LRS

 M oder W? Ein gutes Raumgefühl fördert die Orientierung.

Lesen und Schreiben spiegeln auch die motorische Reife

b oder q? Ein klares Raum-Lage-Verständnis hilft, Buchstabendreher zu erkennen. Maria Haenel, leitende Ergotherapeutin, unterstützt Kinder mit LRS dabei, die Basis für einen entspannteren Schulalltag zu schaffen. Der Entwicklung einer schulreifen visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung ist die Motorik vorgeschaltet: Wer körperlich spürt, wie sich oben und unten, rechts und links sowie vorne und hinten unterscheiden, hat es leichter, dies auch beim Lesen und Schreiben umzusetzen. (ISA)

 

 
 
 

 

Rechts-Links-Blockaden können LRS verursachen.

 

Kinder mit LRS, denen es auch schwer fällt, durch einen Reifen zu klettern, sind bei Maria Haenel gut aufgehoben: „Kindern mit motorischen Problemen ist oft auf Körperebene noch nicht klar, wo oben und unten, vorne und hinten, rechts und links ist“, erklärt die leitende Ergotherapeutin, „deshalb fällt es ihnen oft nicht leicht, Buchstaben zu erkennen und richtig zu schreiben.“

Viele ihrer kleinen LRS-Patienten können die Körpermitte noch nicht kreuzen und bemalen beispielsweise nur eine Hälfte des Blattes. Manche fallen sogar beim Schreiben vom Stuhl: „Ist das beidäugige Sehen noch nicht entwickelt, rutschen die Kinder mit der Zeile nach rechts“, so Maria Haenel.

Kinder mit einem unausgereiften Raum-Lage-Bewusstsein begreifen oft nicht, dass b, d, p und q unterschiedliche Buchstaben sind. Bei einer schwachen Figur-Grund-Wahrnehmung erkennen manche den Unterschied zwischen Linie und Buchstaben nicht und haben Mühe, die Linie einzuhalten. Für müheloses Schreiben sind auch die Koordination von Augen und Händen und eine gut entwickelte Feinmotorik wichtig.

Maria Haenel unterstützt die Kinder mit viel Phantasie: Die Kinder werfen zum Beispiel gezielt Kegel um, die mit `b´s und `d´s markiert sind, sie angeln und kneten Buchstaben oder bauen Autos nach Bauplan zusammen. „Ist ein Entwicklungsschritt geschafft, kommt die Lust an Bewegung, am Malen, Lesen und Schreiben von selbst“, beobachtet Maria Haenel. Der Lernerfolg lässt dann nicht lange auf sich warten. (ISA)

 
   
 

   Frage des Monats

Was bedeutet Händigkeit?

Klicken Sie bitte auf die Antwort, die Sie für richtig halten:

1. Bevorzugung einer Hand  
2. leichte Bedienbarkeit 
3. angenehme Oberflächenbeschaffenheit

 
   

 

 

 

 

 

Beziehungen: In Aufstellungen werden Strukturen sichtbar.

 

   Der Veranstaltungstipp

Systemische Aufstellungsarbeit: Fr., 2.9.2011, 20:00 Uhr

Beziehungen: In Aufstellungen werden Strukturen sichtbar.

Info-Abend mit Celina Wonneberger

`Warum so kompliziert?´ fragen sich Außenstehende häufig, die einen Angehörigen in einem Konflikt wahrnehmen. Celina Wonneberger, Physiotherapeutin und Lebensberaterin, stellt mit der systemischen Aufstellungsarbeit eine Herangehensweise vor, die vor allem die Sinne anspricht, diffuse Gefühle wie `dicke Luft´ sichtbar macht, Verständnis füreinander weckt und Klarheit in verzwickte Lebenslagen bringen kann. (ISA)

 




 

Innen wie außen: Beziehungen spiegeln die eigene Welt.

In schwierigen Situationen, privat, in der Schule oder im Beruf, zeigt systemische Aufstellungsarbeit Lösungswege auf. Interessenten können beim Info-Abend mit Celina Wonneberger am 2. September, 20:00 Uhr, mehr darüber erfahren. Soviel verrät die leitende Physiotherapeutin und Ganzheitliche Lebensberaterin schon vorab:

„Die Körperstruktur und das Familiensystem beeinflussen sich gegenseitig. Zum Beispiel beim Beckenschiefstand ist man so sehr mit der eigenen Stabilität beschäftigt, dass Anforderungen in der Schule oder im Beruf zusätzlichen Stress auslösen. Dies kann die strukturelle Verschiebung verstärken und die Konzentration sowie bei Kindern die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben beeinträchtigen - und vorhandene Beziehungskonflikte verschärfen."

Bei systemischen Aufstellungen werden Familienmitglieder mithilfe von Stellvertretern aufgestellt. Durch die Bewegungsimpulse der Teilnehmer und das Erspüren der eigenen Gefühle wie zum Beispiel Unwohlsein und spannungsreiche Dynamiken zu anderen aufgestellten Teilnehmern werden Konflikte in der Familie sichtbar.

Mithilfe von Heilungssätzen klären sich diese Strukturen. „Die Teilnehmer lernen sich selbst besser kennen und entwickeln mehr Verständnis für andere“, so Celina Wonneberger, „dadurch kann eine neue Ordnung entstehen, die ihnen eher entspricht.“ Der Erfolg zeigt sich beispielsweise in Erleichterung, einem beschwingteren Gang, verbesserten Beziehungen und Freude an der eigenen Leistungsfähigkeit. (ISA)

Veranstaltungsbeginn: Freitag, 2.9.2011, 20:00 Uhr
Anmeldefrist:
Mittwoch, 31.8.2011
Eintritt frei

 
   
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